Techniküberwachung im Arbeitsverhältnis

Techniküberwachung im Arbeitsverhältnis

Das Landesarbeitsgericht Mainz hatte einen Fall zu entscheiden, in dem ein Arbeitgeber seiner Arbeitnehmerin kündigte, weil diese Kundendaten an einen Wettbewerber weitergegeben hatte. Aufgefallen war dies, weil der Arbeitgeber den Computer der Sachbearbeiterin überwachte und dabei feststellte, dass diese Kundendaten an ihren privaten E-Mail-Account versandt hatte.

Schaden durch rechtswidrige Datenverarbeitung

Schaden durch rechtswidrige Datenverarbeitung

Wenn es sich auch um eine Entscheidung aus Österreich handelt, lohnt sich auch von Deutschland aus ein Blick auf den Inhalt. 
Die Entscheidung des Landgerichts Feldkirch ist zwar schon im Dezember 2019 veröffentlicht worden; dies macht ihren Inhalt aber nicht weniger spannend. 
Hintergrund der Entscheidung war eine rechtswidrige Verarbeitung personenbezogener Daten durch ein Unternehmen. Eine Verarbeitung ist nach Art. 5 Abs. 1 lit. a DSGVO nur dann erlaubt, wenn sie in rechtmäßiger Art und Weise durchgeführt wird. Der Kläger beantragte wegen eines Verstoßes gegen diese Regelung und wegen des Verhaltens der Beklagten im Rahmen des Auskunftsrechts Schadensersatz. Die Beklagte hielt dagegen, dass dem Kläger gar kein Schaden entstanden sei. Nach den Feststellungen des Gerichts hatte der Kläger in der Tat weder berufliche noch gesundheitliche Einschränkungen erfahren.