Business Plan für DSBs

Mit der Business-Model-Canvas erfolgreich als Datenschutzbeauftragter – Teil2

Im zweiten Teil, zur Erstellung Deines Business-Plans, gehen wir genauer auf Dein Angebot ein, um dieses zu konkretisieren. (Teil1)

 

Wenn Du diesen Beitrag gelesen hast, kannst Du:

  1. Bestimmen, welche Ressourcen Du benötigst.
  2. Aktivitäten bestimmen, um Deine Leistung durchführen zu können.
  3. Hilfreiche Partner benennen, mit denen Du maßgeblich zusammenarbeitest.
  4. Deine Kosten bestimmen.

Hier nochmal der Link zu unserer Vorlage: Deine Vorlage zum Download

 

 

Dein Produkt / Angebot

Business-Plan – Schritt 6
Deine Ressourcen

Nun geht es darum, Dein Produkt im Markt zu platzieren. Dafür musst Du Dir klar sein, welche Ressourcen Du dazu benötigst.

Meist bist Du die wichtigste Ressource selbst; mit Deinem Fachwissen und Deiner Persönlichkeit. Doch welche Ressourcen benötigst Du noch, um Deine Angebote gewinnbringend zu platzieren?

 

  • Brauchst Du Schulungsräumlichkeiten für z.B. Mitarbeiter- oder Führungsschulungen?

  • Bietest Du spezielle Software-Lösungen an?

  • Gibt es spezifische Checklisten und Arbeitspapiere?

  • Kann der Kunde verschiedene Angebote direkt über Deine Website buchen?

  • Bietest Du verschiedene Angebote auch auf anderen Plattformen an? (z.B. LinkedIn Learning)

  • usw.

 

 

Business-Plan – Schritt 7
Welche Aktivitäten musst Du für Deine Leistung durchführen?

Jetzt kommt die Überlegung, was Du machen musst, um Deine Angebote auf den jeweiligen Kanälen im Einzelnen anbieten zu können.

 

Willst Du eine eigene Website haben, ist zu klären:

  • Was ist Ziel Deiner Website?

  • Wer erstellt diese?

  • Welche Funktionen soll die Website haben?

  • Welche Angebote sollen darauf buchbar sein und welche nicht?

Achte selbst auch immer auf eine DSGVO konforme Umsetzung der Website. Erwarte nicht, dass der Anbieter, den Du beauftragst, in jeder Einzelheit darüber Bescheid weiß, wie alles DSGVO-konform umzusetzen ist.

 

Wenn Du Social-Media-Kanäle anlegen möchtest, stell Dir folgende Fragen:

  • Was sind die vielversprechendsten Kanäle, auf denen Du Deine potenziellen Kunden erreichen kannst? Wo sind diese selbst aktiv?

  • Wenn Du ein persönliches Profil anlegst, willst Du Deine Kenntnisse ausschließlich darüber “bewerben” und “netzwerken”?

  • Gibt es Angebote, um Deine Reichweite, mit Anzeigen zu erhöhen?

  • Pflegst Du diese Portale selbst oder beauftragst Du eine Firma?

  • Willst Du selber Content produzieren oder teilst Du bestehende Informationen?

  • Möchtest Du Deine Expertise zusätzlich über spezielle Angebote teilen? (z.B. LinkedIn Learning, LinkedIn Slide Share, Xing Coaching, Xing Events, gründen einer Gruppe…)

Mach Dir Gedanken darüber, was Du zusätzlich zu Deiner Arbeit leisten kannst, bevor Du Dich vielleicht übernimmst. Gerade Social-Media-Kanäle sind oftmals sehr zeitintensiv und schnelllebig. Erarbeite Dir ein Konzept, in dem Du festlegst, wie oft Du Änderungen bzw. Aktualisierungen in Form von Postings auf den einzelnen Kanälen einstellst.

 

Wie oben erwähnt, macht ein Account, der zwar da ist, aber nicht gepflegt wird, keinen guten Eindruck. Solltest Du später feststellen, dass Du es nicht schaffst, alle Profile zu pflegen, kann es besser sein, die Profile zu löschen. Auch online zählt der erste Eindruck und ein ungepflegtes Profil erweckt schnell den Eindruck, dass man sich keine Mühe gibt.

 

 

 

Business-Plan – Schritt 8
Deine Partner. Mit wem arbeitest Du maßgeblich zusammen?

Im vorletzten Schritt wird geklärt, ob Du verschiedene Fähigkeiten und/oder Leistungen bei einem Partner einkaufst.

Sieh Dir Deine bisherige Ausarbeitung nochmal genauer an und prüfe sie auf Plausibilität und überlege Dir dann:

  • Kann ich alle Wertangebote selbst stellen oder ist es sinnvoll, mir hier Partner zu suchen?

  • Kann ich durch Partner einen Teil des Eigenrisikos verlagern?

Möglicherweise können Partner, die Software-Anbieter im Bereich der DSGVO sind, eine Provision ausschütten, wenn Du diese an einen Kunden verkaufst. Es gibt auch die Möglichkeit einer Partnerschaft im Bereich der Online-Schulung für Webbased Trainings oder E-Learning Angebote.

Besonders in den jetzigen Zeiten durch Corona haben E-Learnings und Webbased Trainings einen regelrechten Boom erlebt, da es kaum eine Alternative gab. Achte für ein zukunftsfähiges Modell von Anfang an auf eine entsprechend ausgelegte digitale Alternative Deiner Angebote. Aber nutze sie nicht ausschließlich, ein anonymer Anbieter ohne Gesicht wird oftmals auch nicht gerne gebucht. Der richtige Mix machts.

Nun kommen wir zum letzten Schritt für Dein erfolgreiches Geschäftsmodell.

 

 

Business-Plan – Schritt 9
Deine Kosten

Nachdem Du all Deine Rahmenbedingungen festgelegt hast, geht es im letzten Schritt darum herauszufinden, was Dich Dein Betrieb kosten wird.

Es wird einmalige und wiederkehrende Kosten geben. Wichtig ist, dass Du Dir einen klaren Überblick verschaffst.

  • Welche Kosten fallen an?

  • Was sind die Kostentreiber?

Hier fallen z.B. wiederkehrende Kosten von Büromiete, Strom, Wasser, Internet, Telefon, Server-Miete u.ä. an. Einmalige Kosten für Büroeinrichtung vom Computer, Schreibtisch, Drucker, der Telefonanlage über das Diensthandy bis zur Bürobegrünung.

Auch kleine Dinge, die man gerne mal vergisst wie das Büromaterial (Stifte, Blätter, Druckerpatronen…), gehören in die Rechnung.

Hinzu kommen natürlich auch die Kosten für die Erstellung einer Webseite, Visitenkarten und alles, was mit einem einheitlichen Auftritt zusammenhängt.

Zusätzlich können auch Kosten durch Social-Media-Kanäle entstehen. Durch ein Premium-Konto und Werbeanzeigen wächst das Ausgabenkonto ebenfalls an.

Es ist wichtig, eine genaue Auflistung zu erstellen, um die Kostentreiber genau im Blick zu behalten. Hast Du Deine Liste fertig, kannst Du sie Deinen Einnahmen gegenüberstellen. Kontrolliere, dass die Einnahmen die  Ausgaben übersteigen. Damit am Ende des Tages noch etwas übrig bleibt.

 

 

Wie es weiter geht…

Wie jeder Beruf ist auch der des Datenschutzbeauftragten mit vielen Überlegungen und Entscheidungen verbunden. Mit unserer Vorlage konntest Du Dir einen guten Überblick und Leitfaden für Dein Business erarbeiten, um Dich erfolgreich auf dem Markt zu positionieren.

Nachdem Du beide Teile unseres Beitrags durchgearbeitet hast, wirst Du die wichtigsten Punkte für Deinen #BusinessPlan beantworten können:

  1. Den Nutzen Deiner Dienstleistung fokussiert darstellen.
  2. Die #Zielgruppe benennen und den Wert Deiner Dienstleistung hervorheben.
  3. Deine Kunden über die ausgewählten Kanäle erfolgreich ansprechen.
  4. Deine Einnahmen berechnen.
  5. Bestimmen, welche Ressourcen Du benötigst.
  6. Aktivitäten bestimmen, um Deine Leistung durchführen zu können.
  7. Hilfreiche Partner benennen, mit denen Du maßgeblich zusammenarbeitest.
  8. Deine Kosten bestimmen.

Ein Business-Plan ist ein flexibles Konstrukt. In regelmäßigen Abständen ist eine Überarbeitung, Erweiterung und Anpassung Deines Business-Plans sinnvoll.

Bleib flexibel! Wir wünschen Dir viel Erfolg!

Gerne unterstützen wir Dich bei der Erstellung Deines Business-Plans.
Schreib uns einfach dazu an.

 

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